Zentralfilm Micha Bojanowski Kamera
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AUSBRUCH IN DIE KUNST - DIE ZELLE DES JULIUS KLINGEBIEL
Dokudrama
(NDR, nordmedia)
Zentralfilm Micha Bojanowski Kamera Ausbruch in die Kunst - die Zelle des Julius Klingebiel
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Zentralfilm Micha Bojanowski Kamera Ausbruch in die Kunst - die Zelle des Julius Klingebiel
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Zentralfilm Micha Bojanowski Kamera Ausbruch in die Kunst - die Zelle des Julius Klingebiel
Zentralfilm Micha Bojanowski Kamera Ausbruch in die Kunst - die Zelle des Julius Klingebiel
"Ausbruch in die Kunst - Die Zelle des Julius Klingebiel" Sie gilt als außergewöhnliches Raumkunstwerk: Die Zelle des Julius Klingebiel. Wissenschaftler und Kunstexperten sind sich einig, dass der Psychiatriepatient mit seiner Wandmalerei etwas Großes und Einmaliges geschaffen hat. Die Zelle ist ein herausragendes Beispiel der sogenannten Outsider Art. Erst jetzt, 50 Jahre nach dem Tod des Künstlers, wird sie der Öffentlichkeit bekannt, denn das Kunstwerk befindet sich in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie. Julius Klingebiel wurde 1904 in Hannover geboren. Er arbeitete als Schlosser bei der Wehrmacht. Nach einem Wutausbruch kam er 1939 in eine Nervenklinik.
Dort attestierten ihm die Ärzte paranoide Schizophrenie und verlegten den Patienten in das Göttinger Verwahrhaus. Aus damaliger Sicht war dies die Endstation für einen Geisteskranken. Schizophrenie galt 1940 als Erbkrankheit. Nach nationalsozialistischem Recht wurde der Patient zwangssterilisiert. Er entging nur knapp dem Euthanasieprogramm der Nazis.
Nach Jahren der Isolation in seiner Einzelzelle fing Julius Klingebiel an zu malen. Seine Farben mischte er aus Kohleresten, Zahnpasta, Holz und Steinen. Klingelbiel begann, indem er kleine Motive an die Wand zeichnete. Die Bilder wurden immer weiter verdichtet, bis ein einziges, großes Raumkunstwerk entstand.
Erst jetzt haben Experten Zugang zu dem großen Kunstschatz, denn das Gebäude war bislang ein Hochsicherheitstrakt. Der Film erzählt das Leben und künstlerische Schaffen des Psychiatriepatienten mit Hilfe von Zeitzeugen, historischen Dokumenten und Fotos. Außerdem wurde die Zelle in Studio nachgebaut und durch Schauspieler mit Leben gefüllt. Die Bilder aus der Zelle sind so noch nie zu sehen gewesen. Zum ersten Mal durfte ein Kamerateam auch in der Originalzelle drehen.
Buch und Regie Antje Schmidt Kamera Micha Bojanowski Schnitt Katharina Otremba Kamera-Assistenz Florian Hoff, Rene Zander Ton Toni Anneken, Hagen Waechter Farbkorrektur Vasco Frontzek Tonmischung Henning Nieswand Licht Marco Minwegen, Leon Kuklinski, Niko Mölter Musik Christian Decker Szenenbild Kay Kulke, Carina Ristenpart Kostüm Natalie Himpel Maske Yvonne Oppermann, Nora Tietz Sprecherin Katrin Decker Produktionsleitung Andrea Giesel, Jost Nolting (NDR) Redaktion Angela Sonntag Produktion Zentralfilm, Micha Bojanowski Leitung Marlis Fertmann Darsteller Peter Sikorski als Julius Klingebiel, Maurizio Micksch, Imme Beccard, Wolf Bachofner, Marc Henze, Michael Klein, Robert Zimmermann, Hannes Janas, Peter Zanini Länge 45 min.
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